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Masurische Seenplatte

Masurische Seenplatte

Die Masurische Seenplatte ist eine Landschaft im Nordosten von Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Im Rahmen einer eiszeitlichen Moränenlandschaft besteht sie aus einer Vielzahl von Seen. Entwicklungsgeschichtlich und landschaftlich ähnliche Seenplatten sind die Pommersche- und Mecklenburgische Seenplatte und die Holsteinische Schweiz. Die beiden größten Seen der Masurischen Seenplatte sind der der Spirdingsee (Jezioro Sniardwy; 106,6 km²) und der Mauersee (Jezioro Mamry, 104 km²). Der höchste Berg ist die Kernsdorfer Höhe (312 m ü. NN), die sich im Südwesten der Seenplatte befindet, die zweithöchste Erhebung ist der Seesker Berg (309 m ü. NN), der sich im Nordosten des Gebiets in den Seesker Höhen befindet. Wichtige Orte sind Wegorzewo (Angerburg), Gizycko (Lötzen) und Mikołajki (Nikolaiken). Die Seenplatte ist eines der Hauptzielgebiete für den Tourismus in Polen mit einer Vielzahl von Campingmöglichkeiten, Hotels und Gastronomie.

Weblinks


- [http://www.masurische-seenplatte.com/ Photos aus der Gegend]
- [http://www.poland.gov.pl/?document=569 Touristeninformation] Kategorie:Geographie (Polen) Kategorie:Ostpreußen

Masuren

Masuren (poln. Mazury) ist eine Landschaft in Nordpolen. Der inoffizielle Name Masurenland kam im 18. Jahrhundert auf. Es hatten viele, meist protestantische Masowier aus Polen Schutz im evangelischen Preußen gesucht und zu Ehren der vielen zugewanderten neuen Preußen wurde es dann Masuren(land) genannt (siehe auch Masuren (Volk)). Masuren (Volk) Masuren (Volk) Seit 1945 ist Masuren die größte Seenlandschaft Polens, früher des südlichen Ostpreußens. Die Bevölkerung setzte sich aus Altpreußen, masowischen und deutschen Kolonisten zusammen und gebrauchte teilweise neben Deutsch als Verkehrssprache das Masurische, eine polnische, mit deutschen Lehnworten durchsetzte Mundart, die ab dem 19. Jahrhundert immer mehr zur deutschen Sprache überging.

Geschichte

1226 bat der polnische Teilfürst Konrad von Masowien den Deutschen Orden um Hilfe gegen die heidnischen Pruzzen, die damals auch Masuren besiedelten. Im Gegenzug gewährte er ihnen im Einverständnis des Papstes und des römisch-deutschen Kaisers das Recht, das von den Pruzzen eroberte Land zu behalten. Im 13. Jahrhundert unterwarf der Deutsche Orden die baltisch-prussischen Stämme der Sudauer und Galinder und siedelte die Sudauer nach dem Samland um. In das Gebiet der Masuren wanderten Siedler aus Westfalen und Niedersachsen ein, die der Deutsche Orden angeworben hatte. Am 15. Juli 1410 wurde der Deutsche Orden in der Schlacht bei Tannenberg von Polen-Litauen vernichtend geschlagen. Im Ersten Frieden von Thorn wurden die Masuren gegen Anerkennung der polnischen Lehnshoheit dem Deutschen Orden belassen. 1525 wurde der Ordensstaat, zu dem Masuren gehörte, unter Albrecht von Brandenburg-Ansbach als nunmehr Fürstliches Preußen in ein weltliches Herzogtum unter polnisch-litauischer Oberhoheit umgewandelt. 1660 erkannte der polnische König im Frieden von Oliva die Unabhängigkeit des Herzogtums Preußen mit Masuren unter den Hohenzollern an. Später wurde Masuren Teil der preußischen Provinz Ostpreußen. Um 1875 gebrauchten etwa 66 % der damals etwa 400.000 Bewohner Masurisch bzw. Polnisch. 34 % der Bewohner waren deutschsprachig. Im Rahmen der Volkszählung von 1910 gaben 42 % der Bewohner Polnisch und 58 % Deutsch als Muttersprache an. Während des ersten Weltkrieges fanden hier die Schlacht bei Tannenberg (26.-31. August 1914), die Schlacht an den Masurischen Seen (6.-14. September 1914) sowie die Winterschlacht (7.-27. Februar 1915) statt. Nach dem Ende des Krieges erhob Polen Ansprüche auf Masuren. In der Volksabstimmung, die aufgrund der Vertragsbestimmungen von Versailles unter der Aufsicht einer interalliierten Kommission abgehalten wurde, entschied sich am 11. Juli 1920 die Mehrheit der Bevölkerung (363.159 Stimmen (97,86 %)) für den Verbleib bei Ostpreußen. 7924 Stimmberechtigte (2,14 %) votierten für Polen. Im Rahmen der Volkszählung von 1925 gaben 82 % der Bewohner Masurens Deutsch und 18 % Polnisch als Muttersprache an. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam Masuren 1945 zu Polen. Im Januar 1946 führte die Volksrepublik Polen eine Volkszählung durch. Etwa 160.000 Bewohner wurden als sog. "Autochthone" erfasst und erhielten - mit der Auflage des Nichtgebrauchs der Deutschen Sprache und der Ablegung deutschsprachiger Vor- bzw. Familiennamen - ein Bleiberecht. Die übrigen Bewohner Masurens wurden als "Deutsche" eingestuft und mussten bis auf wenige Ausnahmen Masuren verlassen. In den Folgejahrzehnten, insbesondere in den 70er und 80er Jahren, übersiedelten viele der masurischen Autochthonen als Spätaussiedler in die Bundesrepublik. Heute bildet Masuren zusammen mit dem Ermland die Woiwodschaft Ermland-Masuren (polnisch Warmińsko-Mazurskie).

Religion

Die Bewohner Masurens sind bis zum Ende des 2.Weltkriegs mehrheitlich Protestanten gewesen. Aufgrund der Flucht und Vertreibung von Deutschen und durch Ansiedlung von mehrheitlich katholischen Polen stellen die Protestanten nur eine kleine Minderheit. Viele Kirchengebäude sind von der katholischen Kirche übernommen worden.

Literatur

Andreas Kossert: Masuren. Ostpreußens vergessener Süden. 3. überarbeitete Auflage. Siedler-Verlag, Berlin 2002. ISBN 3-88-680696-0

Weblinks


- [http://www.masuren.travel.pl Masurentravel]
- [http://www.masuren-perkun.de Masurenperkun]
- [http://www.masurenteam.pl Masurenteam]
- [http://www.welcome2masuria.com/ Welcome to Masuria]
- [http://www.e-Masuren.com Masuren Polen] (deutsch)
- [http://www.e-Mazury.com.pl Mazury] (polnisch)
- Nicht-neutraler [http://www.ostpreussen-info.de/land/masgesch.htm Link] der Landsmannschaft Ostpreußen Kategorie:Geographie (Polen) Kategorie:Ostpreußen Kategorie:Historisches Territorium Kategorie:Historische Landschaft

Polen

Die Republik Polen (poln. Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Polens Grenzen sind 3582 km lang, wobei 467 km auf die Grenze zu Deutschland im Westen, 790 km auf die zu Tschechien und 539 km auf die zu der Slowakei im Süden, 529 auf die zur Ukraine und 416 auf die zu Weißrussland im Osten, 103 km auf die zu Litauen und 210 auf die zur russische Exklave Kaliningrad im Nordosten sowie 528 auf die Ostsee-Küste im Norden entfallen. Flächenmäßig ist Polen der neuntgrößte Staat in Europa. Der Name "Polen" kommt von dem westslawischen Stamm der Polanen, deren Siedlungsgebiet sich im zentralpolnischen Großpolen um Posen und Gnesen befand und die die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug im 10. Jahrhundert unterwarfen und einigten. Den Namen "Polanen" kan man mit "Feldbewohner" übersetzen (pole = Feld). Der latainische Name Terra Poloniae oder Regnum Poloniae wurde seit dem 11. Jahrhundert für das ganze polnische Staatsgebiet verwendet. Das Ursprungsgebiet der Polanen wurde ab dem 14. Jahrhundert als Altpolen und später Großpolen (von lat.: Polonia Maior) bezeichnet, während die südlicheren Landesteile um Krakau Kleinpolen (von lat.: Polonia Minor) genannt wurden. Andere Namen für das Land Polen und die Polen gehen auf den Stamm der Lędzianen zurück, die im Südosten Polens an der mittleren Weichsel siedelten, z.B. Lechia, Lenkija (litauisch), Lechistan (persisch) sowie Lach (russisch), Lengyel (ungarisch).

Geographie

Weichsel Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das das Stettiner- und Frische Haff sowie die Pucker Bucht gegliedert. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformtes Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, das durch seine vier großen Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) gekennzeichnet wird, deren Mermal neben den zahlreichen Gewässern vor allem die hügelige Moränenlandschaft ist, vgl. z.B. Kaschubische Schweiz. Südlich daran schließt sich die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägte Landschaft Schlesiens und Masowiens an. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch die Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge Krakauer-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzberge, Beskiden, Waldkarpaten und Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge. Siehe auch: Großpolen, Masowien, Ermland-Masuren, Pommern, Schlesien, Kleinpolen, Podlasien.

Geologie

Podlasien] Die geologische Struktur Polens ist im wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen und die Vergletscherung aus Skandinavien. Beide Ereignisse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden haben. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra betehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzten. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Welt.

Berge

Basalt Polen hat 21 Zweitausender, von denen sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet bestehend aus Hoher- und Westlicher Tatra, stellt die höchste Bergkette in Polen und den ganzen Karpaten dar. Der mit 2.499 m höchste Berg Rysy mit seinem hochgelegenen See Morskie Oko liegt in der Hohen Tatra. Der mit 2 m unter N.N. am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elbląskie in der Nähe von Elbląg im Weichseldelta. Die zweithöchste Gebirgkette in Polen sind die Saybuscher Beskiden mit der Babia Gora (1725 m) als höchsten Gipfel. Gefolgten werden sie von dem Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchste in der Polonina die Tarnica mit ca. 1300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden ca. 1000 m , die Gorce ca. 1300 m, und die Pieniny ca. 1000 m bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind. :Kategorie:Gebirge in Polen

Seen

:Kategorie:Gebirge in Polen Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen ha überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro qm als Polen auf. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Sniardwy und Mamry in Masuren sowie Łebsko und Drawsko in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meeresauge der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hancza in der Seenplatte von Wigry östlich von Masuren in der Wojewodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra Bergsee "Großer Polnischer See" im "Tal der fünf polnischen Seen". Zu den ersten Seen deren Ufer besiedelt wurden, gehört die Großpolnische Seenplatte. Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1000 Einwohnern bewohnt wurde, gründeten bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Menschen aus der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (pl. "Ostrów"). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Gopło-See regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seinen Palast auf der Wartheinsel "Ostrów Tumski" in Posen. :Kategorie:See in Polen

Flüsse

:Kategorie:See in Polen ]] Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warta mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleiner Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Wegorapa fließen über die Pregel und die Czarna Hancza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Izer in den Sudeten über die Elbe in die Nordsee. Die Orawa aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleiner Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnister ins Schwarze Meer. Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffart genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder. Im Mittelalter und der Neuzeit als Polen-Litauen die Kornkammer Europas waren, gewann die Verschiffung von Agrarprodukten auf der Weichsel Richtung Danzig und weiter nach Westeuropa eine sehr große Bedeutung, wovon noch viele Renaissance- und Barockspeicher in den Städten entlang des Flusses zeugen. :Kategorie:Fluss in Polen

Küste

:Kategorie:Fluss in Polen] Die polnische Ostseeküste ist 528 km lang und erstreckt sich von Swinemünde auf den Inseln Usedom und Wollin im Westen bis zu Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichsel Nehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dühnen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z.B das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hela und die Frische Nehrung. Die größte polnische Ostseeinsel ist Wolin. Die größten Hafenstädte sind Gdingen, Danzig, Stettin und Swinemünde. Die bekanntesten Ostseebäder sind Zoppot, Misdroy,Kolberg, Łeba, Habichtsberg und Jurata. Polnische Inseln

Bodennutzung

Polnische Inseln] 28% des Landes sind von Wald bedeckt. Über die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei allerdings die Gesamtfläche der Äcker zurückgeht und gleichzeitig die verbliebenen intensiver bewirtschaftet werden. Die Viehzucht ist insbesondere in den Bergen weit verbreitet. Große industrielle Ballungszentren sind das GOP in Oberschlesien, der Ballungsraum um Warschau und Lodsch sowie das Weichseldelta um die Dreistadt Danzig-Zoppot-Gdingen. Über 1 % der Fläche Polens - 3.145 km² - werden in 23 Nationalparks geschützt. In dieser Hinsicht nimmt Polen den ersten Platz in Europa ein. Drei weitere sollen in Masuren, im Krakauer-Tschenstochauer Jura und in den Waldkarpaten neugeschaffen werden. Die meisten polnischen Nationalparks befinden sich in den Bergen im Süden. Zudem werden Sumpfgebiete um Flüsse und Seen in Zentralpolen geschützt, sowie Küstengebiete im Norden. Zudem kommen zahlreiche Reservate und Schutzgebiete.

Flora und Fauna

Schutzgebiete] In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z.B. der Wisent im Urwald von Bialowieza in Podlachien und der Braunbär in Bialowieza, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Zudem gibt es im Osten Polens auch Urwälder, die nie von Menschen gerodet wurden, wie der zuvor erwähnte Urwald von Bialowieza. Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen, Masuren, Pommern und Niederschlesien. Polen ist auch das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel die im Sommer nach Europa kommen brütet in Polen, insbesodere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, Narew und Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer in denen mehr Störche als Menschen wohnen. Liste der Nationalparks in Polen

Klima

Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. bild:Klima_gdynia.png|Klimadiagramm Gdynia bild:Klima_warschau.png|Klimadiagramm Warschau bild:Klima_krakau.png|Klimadiagramm Krakau bild:Klima_zakopane.png|Klimadiagramm Zakopane

Größte Städte

Zakopane] Zakopane] Zakopane] Zakopane] Zakopane] Siehe auch: Liste der Städte in Polen, Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte :Kategorie:Ort in Polen

Bevölkerung

Polen hat mit 40 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union. Polen ist ethnisch betrachtet ein äußerst homogener Staat, was ein Novum in der polnischen Geschichte darstellt: Die Polen stellen mit 99,3 % die Mehrheitsbevölkerung. Die verbleibende Minderheitsbevölkerung in Polen setzt sich nach der Volkszählung von 2002 aus Deutschen (ca. 150.000), Weißrussen (ca. 49.000) und Ukrainern (ca. 30.000) sowie Tataren, Litauern, Roma, Lemken, Russen, Karäern, Slowaken und Tschechen zusammen. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellen Vietnamesen die größte ethnische Gruppe, gefolgt von Griechen und Armeniern.

Religion

Armenier Armenier) ist die größte Kirche in Polen und die fünftgrößte auf der Welt]] Armenier] Die polnischen Stämme waren ursprünglich Heiden und hatten - ähnlich wie die anderen Westslawen - ein polotheistisches Religionssystem, dessen Hauptgott Świętowit war, dessen vierköpfige Statuten zwischen Pommern (z.B. bei Kap Arkona auf Rügen) und der Ukraine (z.B. der Antichrist aus dem Zburz) gefunden wurden. Diese Religion konnte sich teilweise bis ins 14. Jahrhundert behaupten. Insbesondere im Nordosten wurde auch ein Ahnenkult gepflegt, der teilweise bis ins 19. Jahrhundert überdauerte und in der Romantik u.a. von Adam Mickiewicz in seinem Drama Dziady wieder aufgegriffen wurde. Die polnischen Stämme kamen wahrscheinlich im 9. Jahrhundert über das Großmährische Reich mit dem christlichen Glauben zum ersten mal in Kontakt. Die Wislanen in Kleinpolen wurde zur Zeit der byzantinischen Slawenapostel Kyrill und Method von den Herrschern des Großmährischen Reiches erobert und nach mährischen Chronisten soll bereits zu dieser Zeit das Christentum im slawischen Ritus in der Region um Krakau eingeführt worden sein. Im Jahre 965 heiratete der Herzog von Polen, Mieszko I., eine tschechische Prinzessin christlichen Glaubens und ließ sich im folgenden Jahr im lateinischen Ritus taufen. Damit hatten auch seine Untertanen den neuen Glauben anzunehmen. Polen war jedoch im Mittelalter nie einheitlich in der Religion. Noch bevor sich der christliche Glaube endgültig durchsetzten konnte, wanderten in den nächsten Jahrhunderten, begünstigt durch das Tolleranzedikt von Kalisch von 1265 Juden aus Westeuropa und Hussiten aus Böhmen nach Polen ein. Durch die Union mit Litauen 1386 und 1569 kamen viele weissrussisch- und ukrainischsprachige orthodoxe Christen unter die Herrschaft der polnischen Könige. Das Luthertum fand seit dem 16. Jahrhundert besonders bei der deutschen Bevölkerung in den nordpolnischen Städten viele Anhänger, während der Kalvinismus beim Kleinadel, der Szlachta, beliebt war. Es bildete sich auch eine polnische Sekte der arianischen Polnischen Brüder unter der Leitung von Fausto Sozzini, die in Rakow sogar eine eigene Universität gründete. Der Sejm von 1555 debattierte über die Einführung einer protestantischen Nationalkirche in Polen. Diese wurde zwar nicht eingeführt doch die Warschauer Konföderation und die Heinrichschen Artikel von 1573 sicherten die individuelle Glaubensfreiheit in der polnischen Verfassung, daher kam es in Polen nie zu Religionskriegen. 1596 wurde in der Kirchenunion von Brest die griechisch-katholische Kirche gegründet. Im 17. Jahrhundert vermochte die Gegenreformation jedoch die meisten "Andersgläubigen" auf die katholische Seite zu ziehen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts siedelte der polnische König Jan Sobieski moslemische Tataren in Podlachien an. Eine relativ große moslemische Minderheit lebte auch um Kamieniec Podolski in Podolien, das zwischen 1672 und 1699 zum Osmanischen Reich gehörte. Im 18. Jahrhundert bildeten sich unter den polnischen Juden zwei dominierende Glaubensrichtungen, die aufgeklärte Haskala und die orthodoxen Chassiden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist Polen fast einheitlich katholisch - über 90 % römisch-katholisch, davon etwa 70 % praktizierend; 0,5 % Polnisch-Orthodoxe; 1,4 % Protestanten, 0,1 % Altkatholiken und religiöse Minderheiten von Zeugen Jehovas, Juden und Moslems (unter anderem die Tataren bei Białystok ). Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus, Westpreußen, Pommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Oberschlesien und Ermland waren demgegenüber bereits vor dem Zweiten Weltkrieg schon mehrheitlich katholisch. Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt der verstorbene Papst Johannes Paul II., der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte. Siehe auch: Konfessionen in Polen

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Polens

Vorhistorische Zeit und Gründung

Geschichte Polens im Frühmittelalter ]] Während der Eiszeiten lebten bereits Jäger und Sammler auf dem Gebiet des heutigen polnischen Staates, soweit die Vergletscherung ihnen Lebensraum zurückließ. Zentren dieser frühen Kulturen waren z.B Höhlen und Felsen in den südlichen Bergen. So wurde z.B. der Wawelhügel mitsamt Grotte in Krakau schon vor 20.000 Jahren bewohnt. In der Bronze- und Eisenzeit dominierte die Lausitzer Kultur und Przeworsker Kultur. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung in Biskupin, die um 700 v. Chr. gegründet wurde und um 400 v. Chr. von Skythen zerstört wurde. Während der Antike unterhielt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Polen über die Bernsteinstrassen Handelsbeziehungen mit Rom und Griechenland. Die Römer erwähnten bereits um Christi Geburt die Städte Kalisch und Turso. Germanische Stämme, die zeitweilig in Nord- und Westpolen siedelten (Goten, Vandalen und Burgunder) zogen während der Spätantike ins heutige Frankreich, Spanien und Tunesien und vermischten sich mit den dortigen Bevölkerungen. Gleichzeitig kamen während der Völkerwanderung andere Völker, darunter die Hunnen, Slawen und Awaren in das heutige Polen. Dauerhaft siedelten seit dem 5. Jahrhundert die Westslawen. Vor der Staatsgründung veranstalteten die Wikinger, Ungarn und Mährer Raubzüge nach Polen. Mit dieser Zeit verbindet man auch die Sagen um die ersten Urfürsten Polens Popiel, Piast, Lech und Siemowit. Polen, dessen Name sich vom westslawischen Stamm der Polanen ableitet, ist als Herzogtum im frühen 10. Jahrhundert von Posen und Gnesen aus gegründet worden. Es wurde von 960 bis 992 vom Herzog Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten regiert, der nach und nach die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug unterwarf. 966 ließ sich Mieszko I nach römisch-katholischem Ritus taufen. Das Territorium erreichte durch Eroberungen unter Mieszko I. und seinem Sohn Boleslaw dem Tapferen Grenzen, die den heutigen Staatsgrenzen sehr nahe kamen. Um 997 schloss Polen ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich, während des Staatsakts zu Gnesen im Jahr 1000 wurde die Übereinkunft vom polnischen Herrscher Boleslaw I. und Kaiser Otto III. bestätigt. Mit der Krönung Boleslaws im Jahr 1025 wurde Polen in den Stand eines Königreiches erhoben.

Mittelalter und Neuzeit

Königreich - 1795 ]] Während der Regentschaft des Piasten Kasimir I., wurde die Hauptstadt 1040 von Gnesen nach Krakau verlegt. Nach dem Tod von Boleslaw Schiefmund 1138 wurde die Senioratsverfassung eingeführt, nach welcher die Söhne Boleslaw III. als Juniorherzöge unter dem Seniorat des jeweils Ältesten der Dynastie unter ihnen die einzelnen Landesteile regierten. Bis 1295 dauerte die feudale Zersplitterung, der sogenannte Partikularismus, in Polen an, der zu einer starken politischen Schwächung Polens im 13. Jahrhundert führte. Polen zerfiel in mehrere de facto unabhängige Herzogtümer, Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Sandomir, Schlesien, Masowien und Leczyca. Hinzu kamen in den folgenden Jahrhunderten Eroberungen verschiedener Staaten (Kgr. Böhmen, Mgf. Brandenburg, Kreuzritter vom Deutscher Orden). Auch der Mongolensturm des Jahres 1241, und die nachfolgenden großen Plünderungszüge der Tartaren ließen die Bevölkerungszahl in den polnischen Teilfürstentümern schrumfen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Polen unter der Regentschaft von Wladyslaw Ellenlang wiedervereinigt. Sein Sohn, Kasimir der Große, setzte den väterlichen Kampf um die Einheit fort und leitete erfolgreich soziale und wirtschaftliche Reformen ein, die Polen zu einer machtvollen Position in Mitteleuropa verhalfen. 1386 heiratete der litauische Großfürst Jagiello die polnische Königin Jadwiga von Anjou. Er, Wladyslaw II. Jagiello, nunmehr zugleich litauischer Großfürst und polnischer König, schuf den mächtigen Doppelstaat Polen-Litauen, der für die nächsten 300 Jahre die Geschicke Mittel- und Osteuropas entscheidend beeinflußte. Im 15. Jahrhundert, nach der politischen Ausschaltung des Deutschen Ordens, stieg das aus Polen und Litauen hervorgegangene Großreich zu einer der führenden Kontinentalmächte und war lange Zeit der größte Staat Europas mit Einflußsphären vom Baltischen- zum Schwarzen Meer und von der Adria bis an die Tore Moskaus. Auf Betreiben des letzten polnischen Königs aus der Jagiellonen-Dynastie, Sigismund August, wurde die Personalunion zwischen Polen und Litauen in Lublin im Jahr 1569 in eine Realunion umgewandelt. Polen und Litauen bildeten seit 1569 die sogenannte Adelsrepublik und damit den ersten modernen Staat Europas mit einem adelsrepublikanischen System.

Teilung, Unterdrückung und Kampf um die Unabhängigkeit

Geschichte Polens, 1793, 1795 ]] Durch zahlreiche Kriege mit Schweden, dem Osmanischen Reich, Russland, Brandenburg-Preußen, Siebenbürgen, fehlende politische Reformen, sowie innere Unruhen in der Adelsrepublik, die sich durch Bildung von Magnaten Konföderationen gegen die Interessen des Staates und des Königs, Kosakenaufstände und dauerhafte Konfrontation mit den Krim-Tataren in den südöstlichen Wojewodschaften kennzeichneten, stürzten Polen im 17. und 18. Jahrhundert in dauerhafte Krise. In den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 wurde Polens innere Schwäche von seinen Nachbarn Preußen, Österreich und Russland ausgenutzt, welche Polen überfielen und am Ende rechtswidrig unter sich aufteilten. Polen wurde damit seiner Freiheit beraubt und in drei unterschiedliche Staaten zerrissen. Auf Drängen des französischen Kaisers Napoleon entstand im Rahmen des Friedens von Tilsit 1807 aus den preußischen Besatzungszonen der Zweiten- und Dritten Teilung (1809 kam das mit der Dritten Teilung seit 1795 österreichisch besetzte Westgalizien hinzu), ein relativ kleines Herzogtum Warschau, als Vasallenstaat des revolutionären Frankreichs. Durch die Niederlage der polnisch-französischen Allianz in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, wurde das Herzogtum auf dem durch die Teilungsmächte dominierten Wiener Kongress größenteils 1815 dem zaristischen Russland zugesprochen, welches als Kongress-Polen in Personalunion mit Russland bis 1831 weitgehende Autonomie genoß. Im fehlgeschlagenen Novemberaufstand von 1830 versuchten die Polen die russische Fremdherrschaft und Dominanz abzuschütteln. Mit der Niederlage der Polen wurde die polnische Bevölkerung seit 1831 in den preußischen und russischen Besatzungszonen einer verstärkten Germanisierung - zufolge den preußischen Volkszählungen ohne größere Auswirkungen auf die Bevölkerungsverhältnisse - und Russifizierung unterzogen, die nach dem zweiten gescheiterten großen polnischen Aufstand, dem Januaraufstand von 1863, besonders forciert wurde. Die Bezeichnung Polen wurde verboten und das Land durch die russische Obrigkeit in "Weichselland" unbenannt. Ähnlich verfuhren auch die Hohenzollern mit ihrer Clique in Pommerellen und Großpolen (Provinz Posen), obgleich in preußischen Schulbüchern und Volkszählungen die Bezeichnung "Polen" weiterhin gebräuchlich blieb. Nur im von Österreich besetzten polnischen Galizien konnten die Polen mit den Liberalisierungsbestrebungen des Hauses Habsburg in der Donaumonarchie seit 1867 der geistig-nationalen Knechtschaft in den von Preußen und Russland dominierten Teilen Polens entkommen, das von da ab das Fundament der Wiedergeburt Polens nach dem Ersten Weltkrieg bildete.

Unabhängigkeit und die Zweite Republik 1918 - 1939

Ersten Weltkrieg am 18. März 1921, administrative Aufteilung in Wojewodschaften ]] Aufgrund der Niederlage der Teilungsmächte nach dem Ersten Weltkrieg, erlangte Polen 1918 seine Souveränität zurück. Im Versailler Friedensvertrag wurden die Unabhängigkeit Polens 1919 auch im internationalen Rahmen bestätigt, während die Teilungsverträge der Jahre 1772, 1793 und 1795 für illegal erklärt und anschließend annulliert wurden. Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien, kam es zu Grenzkonflikten bei der Neuordnung Mittel- und Osteuropas. 1919 begannen kämpferische Auseinandersetzungen zwischen polnischen, ukrainischen und bolschewistisch-russischen Kräften. Im August 1920 eroberten die Bolschewiken während des Polnisch-Sowjetischen Krieges Ostpolen, darunter auch weite Teile Galiziens. Nach dem Sieg Marschall Piłsudskis gegen die Bolschewiken an der Weichsel, wurde im Friedensvertrag von Riga am 18. März 1921 Polens Ostgrenze im Vergleich zur Curzon-Linie um etwa 250 km nach Osten verschoben. Die Curzon-Linie markierte die östliche Grenze des geschlossenen polnischen Siedlungsgebietes, während die östlichen Gebiete eine gemischte Bevölkerungsstrukur aus Polen, Ukrainern, Weißrussen, Litauern, Juden, Tataren, Deutschen u.a. aufwiesen, wobei Polen in vielen Städten und die anderen Bevölkerungsgruppen, meist Weißrussen bzw. Ukrainer, auf dem Land dominierten. Während die Bevölkerungsmehrheit der Städte meist katholisch bzw. jüdisch war, war die Landbevölkerung überwiegend russisch- bzw. ukrainisch-orthodox. Gleichwohl verfehlte Piłsudski sein Ziel, die Ukraine als unabhängigen „Pufferstaat“ zwischen Polen und Russland zu etablieren, was eines der zentralen Ziele der polnischen Politik war. In Riga erkannte Polen die Ukraine als Teil der Sowjetunion unter Mykoła Skrypnyk an. Im annektierten Gebiet östlich des Westlichen Bugs, bildeten die Polen 1919 25% der Bevölkerung, 1939, nach der Amtszeit Piłsudskis waren es bereits etwa 38%. Polnische Sprachinseln im je nach Region mehrheitlich ukrainisch, weißrussischen oder litauischen Umland waren die Regionen Vilnius und Lemberg. Kurz bevor Polen selbst vom nationalsozialistischen Deutschland überfallen wurde, stellte es im Zuge des Münchener Abkommens territoriale Forderungen an die Tschechoslowakei. Im Oktober 1938 annektierte Polen gegen den Willen der tschechischen Regierung das Olsagebiet, welches 1919 von der Tschechoslowakei besetzt wurde und mehrheitlich von Polen bewohnt wurde. Im September 1939 wurde Polen gemeinsam vom Dritten Deutschen Reich, dem deutschen Vasallenstaat Slowakei unter Jozef Tiso und der Sowjetunion überfallen. Zuerst besetzten Truppen des Deutschen Reichs und der Slowakei das Land und am 17. September, unter dem Vorwand des „Schutzes“ der weißrussisch-ukrainischen Bevölkerung, die Truppen der Sowjetunion. Die Annexion und Aufteilung des polnischen Staatsgebietes war zuvor in einem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt von den Diktatoren beschlossen worden. Damit nahm der Zweite Weltkrieg seinen Anfang, in dem sechs Millionen polnische Staatsbürger, darunter fast die Hälfte jüdischen Glaubens, ihr Leben verlieren sollten.

Zweiter Weltkrieg 1939 - 1945

Zweite Weltkrieg] Mit dem Überfall Deutschlands am 1. September und der Sowjetunion am 17. September 1939 auf Polen, begann der Zweite Weltkrieg. Noch vor dem Zusammenbruch der polnischen Front, floh die polnische Regierung über das neutrale Rumänien nach Paris, später nach London und organisierte von dort aus die Streitkräfte und den Widerstand neu. Der Krieg gegen Polen sollte nach dem Willen der NS-Führung Züge eines rassistischen Verdrängungs- und Vernichtungsfeldzugs annehmen. Anders als im Westen machte Hitler schon vorher klar, dass er die "Liquidierung des führenden Polentums" (Reinhard Heydrich) ins Auge fasste. Allein in den ersten vier Monaten der deutschen Besatzungsherrschaft wurden mehrere 10.000 Personen erschossen. Dabei ist noch einmal zu betonen, dass es sich hier nicht um einzelne Exzesse handelte, die aus dem Klima des Hasses und den Zufälligkeiten des Krieges heraus entstanden, sondern um durchorganisierten Massenmord. Bereits Anfang der 1940er Jahre errichteten die Nationalsozialisten mehrere Konzentrationslager auf dem Gebiet Polens, u.a. Auschwitz, Majdanek, Treblinka. Die Besatzungszeit hatte für große Teile der polnischen Zivilbevölkerung katastrophale Folgen. Großpolen, Westpreußen, Danzig und Oberschlesien wurden direkt von Deutschland annektiert. Kleinpolen, Masowien und Galizien mit etwa 10 Millionen Menschen wurden als so genanntes "Generalgouvernement" dem Reichsminister Hans Frank unterstellt, der vom Königssitz der polnischen Könige, dem Wawel in Krakau, die Vernichtungspolitik leitete. Zu den übergreifenden Zielen der Besatzungspolitik im gesamten Gebiet gehörte 1.) die Ausschaltung und Vernichtung der polnischen Juden und polnischen Intelligenz, 2.) die Vorverlegung der deutschen Ostgrenze und die Erweiterung des "Lebensraums im Osten" und 3.) die Stärkung der deutschen Kriegswirtschaft durch rücksichtslose Ausbeutung des Arbeitskräftepotenzials der Zwangsarbeiter und der materiellen Ressourcen Polens. Auch die Polen, die unter sowjetische Herrschaft geraten waren, waren von Gewaltmaßnahmen betroffen. Man schätzt, daß ungefähr 1,5 Millionen ehemalige polnische Bürger deportiert wurden. 300.000 polnische Soldaten gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, nur 82.000 von ihnen überlebten. Ein Großteil der Offiziere - ca. 40.000 Personen - wurde durch sowjetische Truppen 1940 bei Katyn und in den Lagern von Starobielsk, Kozielsk und Ostaszków ermordet. Polnische Soldaten kämpften auf den Seiten der Alliierten an allen Fronten des Weltkiegs von der Luftschlacht um England, in Afrika, der Sowjetunion, bis zu den Invasionen in der Normandie und Italien. Die polnischen Soldaten stellten damit noch vor den Franzosen die viertgrößte Armee der Alliierten. Polnische Partisanengruppen, die die grösste Widerstandbewegung im besetzten Europa darstellten, leisteten auch in Polen selbst Widerstand. Nachdem die Rote Armee im Januar 1944 die polnische Grenze von 1939 überschritten hatte, wurden die Truppen der Heimatarmee vom NKWD entwaffnet, ihre Offiziere erschossen oder in den Gulag geschickt. Der Kampf einzelner Untergrundeinheiten gegen die sowjetische Besatzungsmacht dauerte jedoch bis Ende 1949 an. Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand. Die Sowjetunion, deren Truppen bereits am Ostufer der Weichsel standen, ließ die Einheiten der Heimatarmee ausbluten und machte eine Hilfe der Westalliierten unmöglich. So konnten deutsche Truppen die größte europäische Erhebung gegen die Okkupanten brutal niederschlagen. Die Zahl der Toten wird auf 180.000 bis 250.000 geschätzt. Dabei wurde die Innenstadt Warschaus unter großem Einsatz an Sprengmaterial akribisch Haus für Haus dem Erdboden gleichgemacht.

Volksrepublik, Sozialismus und die Gewerkschaftsbewegung Solidarność 1945 - 1989

Weichsel in Polen]] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden die Grenzen des ehemaligen polnischen Staatsgebietes gemäß dem Potsdamer Abkommen nach Westen verschoben: Polen verlor das gemischt, mehrheitlich von Ukrainern und Weißrussen bevölkerte Drittel seines bisherigen Staatsgebietes an die Sowjetunion und die dort ansässige polnische Bevölkerung, ca. 2 - 2,5 Millionen Menschen, wurde vertrieben. Aus dem heutigen Ostpolen wurden etwa 1 Millionen Ukrainer in die Sowjetunion vertrieben. Bereits in den Jahren 1943 - 1944 wurden Zehntausende Polen in den Massakern in Wolhynien ermordet und viele mussten flüchten. Im Westen und Norden wurden Polen die zuvor deutschen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie als "Wiedergewonnene Gebiete", die ein Drittel des deutschen Reichgebiets darstellten, zugesprochen. Etwa 5 Millionen waren gegen Kriegsende von dort geflohen und wurden durch Einreiseverbot an einer Rückkehr gehindert (Schließung der Oder-Neiße-Übergänge für Rückkehrende am 30. Juni 1945). Aus den Ostgebieten wurden nach dem Krieg weitere 5 Millionen Menschen vertrieben. Die Gebiete wurden später überwiegend mit Bürgern aus Zentralpolen 3 Millionen, darunter etwa 0,5 Millionen zwangsumgesiedelte Ukrainer, und mit Vertriebenen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten (etwa 2 Millionen) besiedelt. Einige Oberschlesier, Masuren und Deutsche blieben als Minderheit zurück. Die neuen Grenzen wurden mit dem Potsdamer Abkommen vom August 1945 geregelt. Im Widerspruch zu den Regelungen in diesem Abkommen, die bis zum Abschluss eines Friedensvertrages die Grenzziehung westlich von Swinemünde und dann entlang von Oder und Neiße festschrieben, besetzte Polen mit Unterstützung Stalins auch die westlich der Oder gelegene Stadt Stettin und westlich angrenzende Gebiete, um sich diesen wichtigen Ostseehafen zu sichern. Mit dem Görlitzer Abkommen zwischen der neu entstandenen DDR und Polen vom 6. Juli 1950 wurde diese Grenzziehung dann auch vertraglich zumindest von der DDR akzeptiert. Auf die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkrieges folgte nun die kommunistische Diktatur. Das Land kam in den Einflussbereich der Sowjetunion und wurde als Volksrepublik dessen Satellitenstaat. Durch mehrere Aufstände äußerte die polnische Bevölkerung immer wieder ihren Unmut gegenüber der kommunistischen Führung (z. B. im Posener Aufstand). Die Gründung der Gewerkschaft Solidarność führte schließlich zu einem gesellschaftlich-politischen Umschwung im Land und zu den revolutionären Ereignissen von 1980 bis 1989, an deren Ende mit der Auflösung des sogenannten Ostblocks und der Sowjetunion das kommunistische Regime durch eine demokratische Regierungsform ersetzt wurde.

Das freie Polen und die Dritte Republik seit 1989

Ostblock Seit 1989 wurde die polnische Wirtschaft nach dem Balcerowicz-Plan mit schnellen Schritten in eine funktionierende Marktwirtschaft umgewandelt. Nach nur einer Amtszeit wurde der ehemalige Solidarność-Vorsitzende Lech Wałęsa von dem postkommunistischen Aleksander Kwaśniewski als Präsident abgelöst, dessen doppelte Amtszeit am 23. Dezember 2005 zu Ende geht. Unter ihm trat Polen am 12. März 1999 der Nato bei. Unter Leszek Miller entwickelte sich Polen während des Dritten Golfkrieges und in der Nachkriegszeit neben Großbritannien, Italien und Spanien zum wichtigsten Verbündeten der USA in Europa. Aufgrund der unterschiedlichen Haltungen der polnischen sowie der deutschen Regierung während des Irak-Konflikts kam es zu schweren Misstönen zwischen den beiden Staaten. Zu weiteren Verstimmungen führten Äußerungen der Verbände Heimatvertriebener, die ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin errichten bzw. Eigen

Woiwodschaft Ermland-Masuren

Die Woiwodschaft Ermland-Masuren (poln. Województwo warmińsko-mazurskie) ist eine der 16 Woiwodschaften, die den EU-Staat Polen gliedern. Sie ging bei der polnischen Gebietsreform von 1999 aus Teilen der Woiwodschaften Olsztyn, Suwalken sowie Elbląg hervor und umfasst den nordöstlichen Teil Polens, wo sie von Pommern, Kujawien-Pommern, Masowien und Podlachien (von Nordwest über den Süden nach Nordost) umschlossen wird. Ermland-Masuren grenzt im Norden überwiegend an das Gebiet Kaliningrad (Königsberg), hat aber auch noch geringen Anteil an der Ostsee. Die Hauptstadt ist Allenstein (Olsztyn).

Landesstruktur

Ermland-Masuren entspricht dem südlichen Teil des historischen Ostpreußens mit dem ehemaligen Landschaften Ermland und Masuren. Weite Teile der dünnbesiedelten Landschaft sind durch die Masurische Seenplatte geprägt, die für den Tourismus wachsende Bedeutung erlangt. Das ehemalige Bistum Ermland im Westen ist das katholische Kernland der Region. Der südwestliche Teil der Woiwodschaft wird als Oberland bezeichnet.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus den Nachfahren von in der Region angesiedelten Polen aus Zentralpolen und den Gebieten um die Städte Vilnius und Hrodna. Daneben lebt noch eine große Gruppe von Ukrainern in der Woiwodschaft. Ein kleiner Teil der Bevölkerung gehört noch den deutschen und masurischen Minderheiten an.

Verwaltungsgliederung

Die Woiwodschaft Ermland-Masuren wird in 19 Landkreise unterteilt, wobei Allenstein und Elbing kreisfrei bleiben. Sie bilden zwar unter ihrem Namen ebenfalls einen Landkreis, gehören ihm aber selbst nicht an.

Kreisfreie Städte

#Elbląg (Elbing) #Olsztyn (Allenstein)

Landkreise

Größte Städte

Die Provinzhauptstadt Allenstein ist mit rund 177.000 Einwohnern bereits die größte Stadt der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Einzig weitere Großstadt ist Elbing.
Ermland-Masuren ja:ヴァルミア・マズールィ県

Moränen

Moränen (v. frz.: moraine Geröll) sind Schuttablagerungen, die von Gletschern bei ihrer Bewegung mitbewegt oder aufgehäuft werden. Ursprünglich wurde dieser Begriff von der Bevölkerung aus dem Gebiet von Chamonix verwendet, die damit die Felswälle bezeichneten, die die Gletscher angehäuft hatten. In die wissenschaftliche Literatur wurde dieser Begriff 1799 von dem Gletscherforscher Horace Bénédict de Saussure eingeführt. Man unterscheidet dabei verschiedene Arten von Moränen:
- Endmoränen werden am Gletscherende gebildet. An ihnen kann man besonders gut die größte Ausdehnung des Gletschers erkennen.
- Seitenmoränen bilden sich entlang der Ränder der Gletscherzunge
- Grundmoränen entstehen aus dem Material, das der Gletscher auf seiner Unterseite mit sich führt.
- Obermoränen stammen von dem Material, das von den Felswänden auf den Gletscher stürzt und sich beim Schmelzen des Gletschers ablagert
- Mittelmoränen entstehen aus den Seitenmoränen zweier Gletscher, wenn diese zusammenfließen und sich vereinen. Moränen bestehen aus Material verschiedener Körnungsgröße, vom Ton über Sand bis zu größeren Gesteinsblöcken. Das Material ist jedoch durchmischt und weist in der Regel keine Sortierung oder Schichtung nach der Größe auf. Ufermoränen, das sind bereits abgelagerte Seitenmoränen, können jedoch durchaus eine unsaubere Schichtung aufweisen. Nach der Entstehungszeit werden Jung-Moränen (Weichseleiszeit, Würmeiszeit) von Alt-Moränen (aus den vorherigen Eiszeiten) unterschieden. Durch das Fließen der eiszeitlichen Gletscher entstanden Endmöränen auch in Regionen, die heute in großer Distanz zu aktiven Gletschern liegen. So finden sich beispielsweise in der Nordhälfte der Bundesrepublik Deutschland bis hinein nach Nordrhein-Westfalen Gesteine skandinavischen Ursprungs. Siehe auch: Glaziale Serie, Glazialmorphologie (Aufbau der Gletscher). Kategorie:Geologie Kategorie:Glaziologie Kategorie:Geomorphologie

Pommersche Seenplatte

Die Pommersche Seenplatte ist eine von mehreren Seen geprägte Landschaft im Osten der Woiwodschaft Westpommern (Nordwest-Polen). Die Seenplatte ist eiszeitlichen Ursprungs und liegt eingebettet zwischen Moränenhügeln, von denen der Turmberg (329 m ü. NN) der höchste ist (höchster Berg in Nord-Polen). Sie ähnelt sehr der Masurischen- und Mecklenburgischen Seenplatte und der Holsteinischen Schweiz. Der größte See ist der Jezioro Drawsko (Dratzigsee; 18,66 km²), wichtige Orte sind Czaplinek (Tempelburg), Szczecinek (Neustettin) und Polczyn Zdroj (Bad Polzin). Weil die Pommersche Seenplatte wesentlich unbekannter als die Masurische Seenplatte ist, gilt sie als touristisch noch wenig erschlossen und ursprünglich. Kategorie:PolenKategorie:Pommern

Holsteinische Schweiz

Das als Holsteinische Schweiz bezeichnete östliche Hügelland Schleswig-Holsteins, das in der letzten Eiszeit geformt wurde, liegt an der durch Förden stark gegliederten Ostseeküste in der Region zwischen Kiel und Lübeck. Die Moränenregion mit vielen Seen, einem Teilgebiet von Wagrien, im Osten des Bundeslandes Schleswig-Holstein zählt als Naturpark Holsteinische Schweiz zu den wichtigsten Tourismusregionen Norddeutschlands. Wichtige Orte sind Preetz, Plön, Eutin, Bad Malente-Gremsmühlen und Lütjenburg. Der landschaftliche Reiz dieser Region erklärt sich aus der Vielzahl der Seen, die in die hügelige Landschaft eingebettet sind. Viele von ihnen werden von den Flüssen Schwentine, die in die Kieler Förde mündet, und der Kossau (Mündung in den Großen Binnensee) durchflossen. Neben großen Seen wie z.B. dem Großen Plöner See, dem Dieksee oder dem Kellersee sind auch kleinere Seen wie der Ukleisee, der vollständig im Wald liegt, bekannt und auch immer wieder gewähltes Motiv in der romantischen Malerei. Das liebliche Nebeneinander von Wäldern, Hügeln, Seen und der nahen Ostsee zieht Erholungssuchende seit viele Jahrzehnten an und ist außerdem beliebtes Wohngebiet. Die Agrarlandschaft ist durch große adlige Güter gekennzeichnet. Repräsentative Gutshäuser, große Scheunen und Alleen sind viel besucht, u.a. im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die höchste Erhebung ist der Bungsberg bei Schönwalde. Mit dem einzigen Skilift Schleswig-Holsteins und seinen 168 Metern ü. NN ist er gleichzeitig der höchste "Berg" des Bundeslandes.

Siehe auch


- Tourismus in Schleswig-Holstein
- Regionen mit Zusatz "Schweiz" im Namen

Weblinks


- [http://www.holsteinischeschweiz.de/ Holsteinische Schweiz]
- [http://www.naturpark-holsteinische-schweiz.de/ Naturpark Holsteinische Schweiz]
- [http://www.sh-tourismus.de/dframe/frame.html?/holsteinische-schweiz/index.php Tourismusseite Schleswig-Holstein]
- [http://www.hvitfeldt.educ.goteborg.se/geoeco/gruppe1/profsh.html Die natürlichen Landschaften Schleswig-Holsteins (Schema)] Kategorie:Region in Schleswig-Holstein Kategorie:Ostholstein

Spirdingsee

Śniardwy (deutsch: der Spirdingsee), der größte See Polens, liegt in der Masurischen Seenplatte, 117 m über NN.
- Fläche: 106,6 km²
- Länge: 22,1 km
- Breite: 13,4 km
- Größte Tiefe: 23 m
- Mittlere Tiefe: 6,5 m Der See umfasst 8 Inseln. Städte in der Nähe sind Ruciane-Nida (Niedersee), Mikołajki (Nikolaiken) und Pisz (Johannisburg). Kategorie: See in Polen

Mauersee

Mamry (deutsch: der Mauersee), der zweitgrößte See Polens, liegt in der Masurischen Seenplatte.
- Fläche: 104 km² (Müritz: 117 km²)
- Größte Tiefe: 44 m
- Mittlere Tiefe: 11 m Er setzt sich aus 6 Becken zusammen: dem eigentlichen Mamry (Mauersee) im Norden, Kirsjaty, Kisajno (Kissainsee), Dargin (Dargeinensee), Święcajty (Schwenzaitsee) und Dobskie (Dobensee); die Verbindung zum Dobskie wird auch Łabap (Lababsee) genannt. Dieses System umfasst 33 Inseln von Zusammen 213 ha, die unter Naturschutz stehen. Am Südende des Kisajno liegt die Stadt Giżycko (Lötzen); weitere Städte in der Nähe sind Węgorzewo (Angerburg), Gierłoż (Görlitz) und Kętrzyn (Rastenburg) Kategorie:See in Polen

Kernsdorfer Höhe

Die Kernsdorfer Höhe (poln.: Gora Dylewsky) ist mit 312 m ü. NN die höchste Erhebung in Ostpreußen und die zweithöchste Erhebung im nördlichen Polen. Dort liegt sie etwa auf der halben Strecke zwischen Danzig und Warschau, südwestlich von Allenstein. Die Kernsdorfer Höhe, die ein Teil des Baltischen Landrückens ist, wurde in den Eiszeiten als Moräne gebildet. Siehe auch:
- Turmberg - höchste Erhebung im nördlichen Polen, Pommersche Seenplatte
- Kernsdorfer Höhe - zweithöchste Erhebung im nördlichen Polen, Masurische Seenplatte
- Seesker Höhe - dritthöchste Erhebung im nördlichen Polen, Masurische Seenplatte Kategorie:Berg in Polen

Normalnull

Mit Normalnull (Abkürzung: N.N. oder NN), auch Nullniveau, wird ein Referenzwert für Höhenangaben auf der Erdoberfläche bezeichnet (z. B. die Höhe von Bergen oder die Tiefe von Meeresgräben). In der Luftfahrt werden die Höhen der Lufträume in der Regel über NN angegeben. Auch Luftfahrtkarten wie die ICAO-Karte besitzen Angaben über NN. Die Angabe der Höhe bzw. Tiefe erfolgt dabei meist in einer der folgenden Formen: Meter über NN“, „m ü. NN“, „m NN“ oder „müM“ (umgangssprachlich und in der Schweiz offiziell „Meter über (dem) Meer(esspiegel)“, korrekt „Meter über dem mittleren Meeresspiegel“). In der Luftfahrt und manchmal auch in der Schifffahrt spricht man vom Mean Sea Level (MSL), der mittleren Meereshöhe und gibt die barometrisch gemessene Höhe in Fuß an. Hat man eine Referenz bestimmt, kann man sich durch Nivellement die Höhe in das Landesinnere übertragen. Systematische Fehler können bei unsachgemäßem Nivellement zu Messfehlern im Bereich von mehreren Metern führen:
- Auf lange Strecken summieren sich die Messfehler der Einzelmessungen auf. (Fehlerrechnung)
- Die Abweichung der Erde von der Kugelgestalt führt zu weiteren Fehlern. So kam es bei den Höhenangaben der Stadt Saarbrücken zu großen Höhenunterschieden, je nachdem, ob man die Messung an der Nordsee oder am Atlantik begann.
- Brückenbau mit Stufe: Beim Bau der neuen Rheinbrücke zwischen dem deutschen und dem schweizer Teil der Stadt Laufenburg ist eine peinliche Panne passiert: Zwischen beiden Seiten tut sich ein Höhenunterschied von 54 Zentimetern auf. Während die Schweiz das Niveau des Mittelmeers zu Grunde legt, orientiert sich Deutschland an der Nordsee: „Die Differenz von 27 Zentimetern ist natürlich bekannt, und auf dem Papier war alles klar“, erläuterte Beat von Arx, Abteilungsleiter im Bauamt des Schweizer Kantons Aargau. In der Praxis habe es dann aber gehapert: „Auf Schweizer Seite hätte das Niveau um 27 Zentimeter angehoben werden müssen. Stattdessen sei es aber um 27 Zentimeter gesenkt worden.“

Deutschland

Der Referenzwert ist für Deutschland seit 1879 definiert durch den mittleren Pegel von Amsterdam. In der DDR war die Bezeichnung Höhennormal HN und als Datum galt von 1958 bis zur Einführung des gesamtdeutschen Höhensystems NHN der rund 14 Zentimeter niedrigere Pegel von Kronstadt, d.h. H(NN)=H(HN)+14cm. Die HN-Höhen unterschieden sich nicht nur in der Pegelhöhe, sondern auch vom Höhensystem her, da HN-Höhen genauso wie NHN-Höhen sogenannte Normalhöhen sind. In Ost-Berlin, beim Höhensystem der Deutschen Reichsbahn und an den Binnenwasserstraßen wurden auch in der DDR unverändert NN-Höhen weiter verwendet.

Meter über Normalhöhennull (NHN)

Die neueste Entwicklung ist das 1992 eingeführte gesamtdeutsche amtliche Nivellementsnetz 1. Ordnung, das DHHN 92. Die neuen Höhen werden als Höhen über Normalhöhennull (NHN) bezeichnet. Für die Normalhöhen wurde das genauere Höhensystem entsprechend der Theorie von Molodenskij (System HN) gewählt, Bezugspegel ist der Nullpunkt des Pegels von Amsterdam (System NN). Der NHN wurde eingeführt, da beim NN das Schwerefeld der Erde nicht berücksichtigt wurde. Das Schwerefeld der Erde bildet keine Kugel sondern ähnelt mehr einer Kartoffel. Diese „Kartoffel“ beschreibt als Geoid eine nur mit Wasser bedeckte Erde, auf der nur die Zentrifugalkraft und die Gravitation wirken. Die Bestimmung des Schwerefeld-Geoids gelingt auf Meereshöhe gut, kann aber im Falle eines Berges wie dem Mont Blanc um zwei Meter differieren. Neben dem Deutschen Haupthöhennetz (DHHN92) nimmt auch das United European Levelling Net (UELN) diese „Kartoffel“ als Bezugssystem Damit ändern sich sowohl die bisher normal-orthometrischen westdeutschen NN-Höhen (neue Berechnungsmethode), als auch die Normalhöhen Ostdeutschlands (Bezug auf einen neuen Pegel). \beginh_ &=& \ h_ - 32~ \\ \ &=& h_ - 25~ \end

Schweiz

Für die Schweiz gilt der Repère Pierre du Niton mit 373,6 m über mittlerem Meeresspiegel von Marseille als Ausgangspunkt der Vermessung (der Pierre du Niton ist ein großer Findling im Genfersee bei Genf). Die schweizerischen Höhenangaben weichen um + 0,32 m von den deutschen ab. Die offizielle Bezeichnung lautet: m ü. M. \beginh_ &=& \ h_ + 32~ \\ \ &=& h_ + 7~ \end

Österreich

Für Österreich gilt der mittlere Pegel von Triest an der Adria (Meter über Adria) als Nullpunkt. Die österreichischen Höhenangaben weichen um + 0,25 m von den deutschen ab. \beginh_ &=& \ h_ + 25~ \\ \ &=& h_ - 7~ \end

Sonstiges

NN ist nur eines von vielen möglichen Höhensystemen. Daneben kann man als Referenzwert das so genannte Geoid verwenden, das man durch die Vermessung von Satellitenbahnen bestimmt. Es markiert die Oberfläche, die sich bilden würde, wenn die ganze Erde von Meer bedeckt wäre. Physikalisch handelt es sich dabei um eine Äquipotenzialfläche, eine Fläche, die überall senkrecht zur Richtung der Schwerkraft steht und auf der das Schwerepotenzial (die potentielle Energie) überall denselben Wert hat. Die Erde hat nun nicht mehr Kugelform, sie gleicht auch nicht mehr einem abgeplatteten Ball (Rotationsellipsoid), sondern – übertrieben gesagt – eher einer Kartoffel. Allerdings sind die Abweichungen so klein, dass sie aus dem All gesehen nach wie vor wie eine Kugel aussieht. Im englischen Sprachraum wird die Bezeichnung Sea Level (kurz SL) für NN verwendet.

Weblinks


- [http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Vorhersagen/Gezeiten/808.jsp Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie – Begriffserklärungen]
- [http://www.gfz-potsdam.de/pb1/media/champ/eigen-cg01c/anim_web_EIGEN-CHGR01C.gif Gravitationsmodell der GfZ an der Uni Potsdam. Das Eiern der Erde stark überzeichnet]
- [http://www.wissenschaft-online.de/artikel/690951 Wo liegt eigentlich Normalnull?, spektrumdirekt]

Siehe auch


- Geodäsie
- Geografische Lage
- DHDN
- Haupthöhenpunkt
- Höhenmessung
- Kartennull
- Nivellement
- Höhennetz
- Fehlerrechnung
- Ausgleichungsrechnung
- Deutsches Haupthöhennetz Kategorie:Geodäsie Kategorie:Geographischer Begriff Kategorie:Ozeanologie als:Normalnull ja:海抜

Seesker Höhe

Die Seesker Höhen (zumeist nur Seesker Höhe genannt; poln.: Gora Szeska) beinhalten mit dem Seesker Berg (309 m ü. NN) die dritthöchste Erhebung im nördlichen Polen. Dort liegen sie einiges südlich der Grenze zum Kaliningrader Gebiet etwa auf halber Strecke zwischen Goldap und Treuburg. Die bewaldeten Seesker Höhen, die ein südlicher Teil des Baltischen Landrückens sind, wurden in den Eiszeiten als Moräne gebildet. Sie stellen etwa die nordöstliche Begrenzung von Masuren dar. Höchste Erhebungen:
- Seesker Berg (309 m; teils auch auf 310 m beziffert)
- Woitowosberg (283 m)
- Goldaper Berg (272 m) Siehe auch:
- Turmberg - höchste Erhebung im nördlichen Polen, Pommersche Seenplatte
- Kernsdorfer Höhe - zweithöchste Erhebung im nördlichen Polen, Masurische Seenplatte
- Seesker Höhe - dritthöchste Erhebung im nördlichen Polen, Masurische Seenplatte Kategorie:Berg in Polen



Gizycko

Giżycko [] (deutsch Lötzen) ist eine polnische Stadt im ehemaligen Ostpreußen, der heutigen Woiwodschaft Ermland-Masuren - rund 200 km nordöstlich der Landeshauptstadt Warschau und etwa 110 km südöstlich der russischen Stadt Kaliningrad (Königsberg), nahe der Grenze zum Kaliningrader Gebiet. Heute ist die Stadt am Löwentinsee mit ihren vielen Wassersportmöglichkeiten ein sehr bedeutender Fremdenverkehrsort.

Geschichte

Lötzen wird 1340 zum ersten Mal urkundlich genannt und liegt auf einer Landenge zwischen dem Löwentinsee und dem Mauersee. Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Feste Boyen mit Museum, die von Karl Friedrich Schinkel erbaute evangelische Kirche, das Schloß, der Kanal, die Drehbrücke sowie das Bruno-Kreuz auf dem Tafelberg am Löwentinsee. Es wird angenommen, daß an dieser Stelle der Missionar Bruno von Querfurt mit 18 Gefährten im Jahr 1009 den Märtyrertod gefunden hat. 1612 erhält Lötzen die Stadtrechte. 1818 wurde Lötzen zur Kreisstadt erhoben, als der Landkreis Lötzen eingerichtet wurde. Zwischen 1843 und 1851 wurde die Festung Boyen in Lötzen erbaut und erhielt ihren Namen nach dem preussischen Kriegsminister General von Boyen. Diese Festung wurde 1914 erfolglos von der russischen Armee belagert. Durch den Bau der Ostpreußischen Südbahn wurde Lötzen 1868 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Lötzen wurde am 20. Januar 1945 geräumt und vom 24. bis 26. Januar von der Roten Armee eingenommen. Die deutsche Bevölkerung war geflüchtet oder wurde anschließend fast vollständig vertrieben. Nach dem Abzug der Russen kam die Stadt unter polnische Verwaltung und bekam den Namen Giżycko. Es begann ein langsamer Wiederaufbau, der auch neue Wohngebiete im Norden und Nordosten erschloß. Die wenigen in Lötzen/Giżycko verbliebenen Deutschen haben sich im Deutschen Sozial-Kulturellen Verein zusammengeschlossen. Am 1. Juni 2000 feierten die ehemaligen und die heutigen Bewohner in Lötzen das 660 jährige Bestehen der Stadt. Aus diesem Anlass wurde ein Partnerschaftsvertrag zwischen der Kreisgemeinschaft Lötzen und der Stadt Giżycko abgeschlossen. Der Name der Stadt wechselte vielfach, unter anderem war er deutsch Lözenburg, Letzen, Lezen, Lezzen, Leczen, Lüzen, Lessen ab 1612 amtlich Lötzen polnisch Lec, Łoczany, Łuczany seit dem 4. März 1946 amtlich Giżycko.

Eingemeindungen


- 1928: Biestern, Feste Boyen, Gutsbezirke Löwentin und Rhein

Politik

Bürgermeister


- 1802-1808: Friedrich Hahnrieder
- 1809-1826: Johann Gottlieb Hoffmann
- 1827-1837: Wilhelm Vigouroux
- 1837-1843: Brauns
- 1946-1857: Johann Gottlieb Knauf
- 1857-1859: Faber
- 1859-1883: Karl Gastell
- 1883-1903: Heinrich Schweichler
- 1903-1928: Paul Schmidt
- 1928-1942: Alfred Gille parteilos, ab 1937 NSDAP
- 1943-1945: Erich Eichholz
- 2002-heute: Jolanta Piotrowska

Persönlichkeiten


- Bruno von Querfurt starb 1009 als Missionar
- Franz Pfemfert wurde 1879 in Lötzen geboren
- Ulrich G. Jesek wurde 1937 in Lötzen geboren.

Weblinks


- [http://www.gizycko.turystyka.pl/ Touristeninformation]
- [http://www.gizycko.um.gov.pl/Miasto/Plan/index.htm Stadtplan] Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren

Tourismus in Polen

Polen ist interessant für jeden, der Städte, Kneipen, Kultur und eine schöne Landschaft kennenlernen möchte, die von Stränden bis Bergen alles für einen günstigen Preis bietet.

Städte

Tourismus in Polen ist noch immer zu 75 % Städtetourismus, da sich die meisten Unterkünfte und Hotels in den Städten befinden. Beliebteste Städte sind Krakau mit seinem südländischen Flair in der Altstadt (Weltkulturerbe) und die mittelalterliche Hansestadt Danzig. Die Hauptstadt Warschau mit der „neuen Altstadt“ wird von vielen Polen selbst als kalt angesehen und wird von Touristen meist als Zwischenstation auf dem Weg von Krakau nach Danzig bzw. von Danzig nach Krakau besucht. Andere berühmte alte Städte sind Breslau mit dem berühmten Rathaus, die Hafenstadt Stettin oder Lublin mit seiner beeindruckenden, auch jüdisch geprägten Geschichte.

Land

In Nordostpolen liegen die Masuren mit sehenswerten kleinen Dörfern, dem ehemaligen FührerhauptquartierWolfsschanze“, sowie der Marienburg des Deutschen Ordens. An der Grenze zu Weißrussland befindet sich das Naturschutzgebiet Białowieża-Nationalpark, ein Wald- und Heidegebiet, in dem bis heute wilde Wisente leben. Siehe auch: Liste der Nationalparks in Polen

Küste

Es gibt verschiedene Badeorte an der Ostsee. Die bekanntesten sind:
- Międzyzdroje
- Pobierowo
- Kołobrzeg
- Łeba
- Jastarnia

Gebirge

In Südpolen befinden sich zahlreiche Ski- und Wandergebiete. Touristenzentren sind Karpacz im Riesengebirge, das Teil der Sudeten ist und Zakopane in der Hohen Tatra. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich die Thermalquellen der Hohen Tatra. Die Hohe Tatra ist neben den Alpen das einzige hochalpine Gebirge in Mitteleuropa. In den Naturschutzgebieten nahe Zakopane gibt es noch wilde Bären und Wölfe.

Verkehr

Jede große polnische Stadt hat einen Flughafen. Für Reisen innerhalb Polens sind die Überlandbusse PKS und anderer Busgesellschaften vor allem deswegen den Zügen der Polnischen Staatsbahn vorzuziehen, da sie v.a. auch kleine Dörfer ohne Bahnanschluss bedienen. Andererseits sind die Züge preisgünstig und es existiert ein InterCity-Netz, das alle Großstädte bedient. InterCity-Züge sind durchgehend mit Restaurantwagen ausgestattet. Die polnischen Straßen sind während der Sommermonate in einem relativ guten Zustand, im Frühjahr muss mit erheblichen Winterschäden gerechnet werden.

Daten

Im Jahr 2001 besuchten das Land vor allem Deutsche (31 Millionen), Tschechen (9 Millionen), Ukrainer (6,4 Millionen), Weißrussen (5 Millionen) und Slowaken (2,6 Millionen). Polen verbesserte sich von Platz 14 im Jahr 2000 auf Platz 12 im Jahr 2001 der weltweit beliebtesten Urlaubsländer. In Deutschland liegt Polen seit dem letzten Jahr (2003) auf Platz 10 der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Deutsche, die Ende des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat im ehemaligen Ostpreußen, Schlesien, Hinterpommern, der Neumark oder anderen Gebieten vertrieben wurden, und nun besuchsweise zurückkehren, nennt man inoffiziell auch „Heimwehtouristen“.

Reisetipps

Strom

Die Netzspannung beträgt in Polen, wie in Deutschland, 220 Volt Wechselstromspannung. In der Regel werden zweipolige runde Steckdosen eingesetzt, welche der Euro-Norm entsprechen.

Telefon

Öffentliche Telefonzellen finden sich in beinahe allen Orten. Wenn es ein Postamt gibt, gibt es dort auch immer eine Telefonzelle. Bezahlt werden diese Telefone meist per Telefonkarte, die man wiederum bei der Post kaufen kann. Die Minutenpreise sind höher als in Deutschland, sparen kann man, wenn man nach 22 Uhr telefoniert. In Pensionen, Hotels und Ferienwohnungen gibt es meistens ein Telefon, manchmal jedoch nur beim Vermieter. Mobiltelefone im GSM-Netz (wie in Deutschland) können sich problemlos in die polnischen Netze einbinden (an die Freischaltung des „Roamings“ denken!). Es gibt große Preisunterschiede, je nachdem welches deutsche Netz in welches polnische Netz (zum Beispiel ERA GSM, Plus GSM oder Idea) eingebucht wird.

Einige Sehenswürdigkeiten in Polen

Image:Varsovie04-32.jpg|Kultur- und Wissenschaftspalast, Warschau. Image:Warsaw modern buildings.jpg|Warschau. Image:Wilanow palace.jpg|Wilanów-Palast, Warschau. Image:Warsaw palace.jpg|Warschauer Palast. Image:Warszawa Namiestnikowski.png|Präsidentenpalast, Warschau. Image:Warszawa Copernicus.png|Kopernikus-Denkmal, Warschau. Image:Warsaw church.jpg|Garnisonskirche, Warschau. Image:Warsaw church1.jpg|Warschau. Image:Krakow_Sukiennice.jpg|Krakau. Image:Piazza_del_Mercato_di_Cracovia.JPG|Krakau. Image:Krakow-Wawel-Courtyard.jpg|Krakau. Image:Krakow-Wawel_cathedral.jpg|Wawel-Kathedrale, Krakau. Image:Kalplica wawel.jpg|Krakau. Image:Krakow nagrobek Kazimierza W.jpg|Krakau. Image:Krakau_PeteruPaul.jpg|Krakau. Image:Krakow_Boze_Cialo-2.jpg|Krakau. Image:Teatr Slowackiego.JPG|Krakau. Image:Gothic altar veit stoss.jpg|Krakau. Image:Pl-gdansk-neptun2004.jpg|Danzig. Image:ZURAW-Gdansk 2004 ubt.jpeg|Danzig. Image:Bazylika mariacka gdansk ubt.jpeg|Danzig. Image:Gdansk Radhuset.jpg|Danzig. Image:Oliwa kathedraal.jpg|Danzig. Image:Wroclaw 1.jpg|Breslau. Image:Breslau-rathaus.jpg|Breslau. Image:Wroclaw-Katedra-3.jpg|Breslau. Image:Wroclaw-AulaLeopoldina4.jpg|Breslau. Image:Torun-Rynek-ratusz-2.jpg|Thorn. Image:Torun-palac-dambskich.jpg|Thorn. Image:Ratusz Poznan od Wielkiej.jpg|Posen. Image:Poznan Fara 106-07.jpg|Posen. Image:Lublin Archikatedra.jpg|Lublin. Image:Bydgoszcz Spichrze.jpg|Bydgoszcz. Image:Rogalin palac (1).jpg|Rogalin. Image:Pulawy palac czartoryskich.jpg|Puławy Image:Poland - Ksiaz castle.jpg|Książ Image:Zamek w Pszczynie003 kpjas.jpg|Pszczyna Image:Jasna Góra 20050919.JPG|Częstochowa Image:Kielce palace 2.jpg|Kielce Image:Zamosc ratusz.jpg |Zamość Image:Poland Baranow - Castle.jpg|Baranów Sandomierski Image:Kazimierz Dolny (kamienica pod sw Mikolajem i Krzysztofem) 01.jpg|Kazimierz Dolny Image:Janowiec dziedziniec.jpg|Janowiec Image:Nowy Wiśnicz.jpg|Nowy Wiśnicz Image:Ogrodzieniec.jpg|Ogrodzieniec Image:Rzeszów zamek 2004b.jpg|Rzeszów Image:Malbork zamek zblizenie.jpg|Malbork Image:Poland Frombork - Cathedral Hill.jpg|Frombork Image:Golub-Dobrzyn2.jpg|Golub-Dobrzyń Image:Kwidzyn zamek.JPG|Kwidzyn Image:Moszna zamek4.jpg|Moszna Image:Tatry Panorama01xxx.jpg|Hohe Tatra.

Links

Reisetipps [http://www.dpg-bielefeld.de/html/reisen_nach_polen.html Deutsch-Polnische Gesellschaft Bielefeld - Reisetipps] Reiseplanung [http://www.schoenes-polen.de/planung/index.html Reiseplanung und -vorbereitung bei Schoenes-Polen] Reiseverzeichnis [http://www.willgoto.com/353/3/categories.aspx Polen, Reiseführer und Reiseverzeichnis] Kategorie:Polen Kategorie:Tourismus

Camping

Camping (lat. campus Feld) oder Zelten bezeichnet eine Form des Tourismus. Die Urlauber übernachten in diesem Fall in Zelten, Wohnwägen oder Wohnmobilen. In den meisten Ländern Europas ist kampieren in der Wildnis nicht erlaubt, anstelle dessen existieren meist in landschaftlich reizvollen Lagen Campingplätze, in denen vielfältige Angebote zur Freizeitgestaltung bestehen und in denen man einigermaßen preisgünstig übernachten kann.

Rechtliches

In Deutschland ist das einmalige Übernachten bei angekuppeltem Zugfahrzeug oder einem Reisemobil auf Raststätten und Parkplätzen geduldet aber nicht frei von Vorschriften erlaubt. In Deutschland ist ausserhalb von Campingplätzen/Privatgrundstücken der aufenthalt nur für die: "Widerherstellung der Fahrtüchtigkeit" gestattet. Es darf bei der "Widerherstellung der Fahrtüchtigkeit" allerdings kein aufbau wie Tritt, Stühle/Tisch, Grill oder z.B. Markise Aufgestellt werden. Caravans in Deutschland auf öffentlichem Verkehrsgrund dürfen bis zu 14 Tage an einer Stelle stehen und müssen dann wie jeder normale Pkw-Anhänger entfernt werden. Für Wohnmobile gelten bei den Übernachtungen die gleichen bedingungen wie für Wohnwagen. Nur das Abstellen ist bei Wohnmobilen wie bei einem Pkw frei von Zeiten gestattet. Alle "wilden Aufenthalte" gelten als "Wildes Campen" und können mit einem Ordnungsgeld versehen werden.

Statistisches

Im Jahr 2003 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 6,3 Millionen Gäste (+ 13% gegenüber 2002) auf deutschen Campingplätzen mit insgesamt 23,6 Millionen Übernachtungen (+ 11%) gezählt. Damit verweilte ein Camper im Schnitt 3,7 Nächte auf einem Campingplatz. Die Zahl der Gäste aus dem Inland stieg um 14 Prozent auf 5,2 Millionen (Übernachtungen: 20,3 Mill./+ 11%). Aus dem Ausland konnten mit 1,1 Mill. 11% mehr Camper begrüßt werden, die insgesamt 3,3 Mill. mal übernachteten (+ 11%). Diese Ergebnisse umfassen nur das Tourismuscamping und nicht das Dauercamping, bei dem Stellplätze für einen längeren Zeitraum vermietet werden. Der Anstieg der Campingübernachtungen war mit 13 Prozent in den neuen Ländern und Berlin-Ost höher als im Bundesdurchschnitt. Dort fielen mit 5,9 Millionen rund 25 Prozent aller Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen an. Auf den Campingplätzen im früheren Bundesgebiet wurden dagegen 17,7 Millionen Übernachtungen registriert, 10% mehr als im Vorjahr. Die Niederländer waren 2003 wie in den Vorjahren die mit Abstand wichtigste Gästegruppe unter den 1,1 Millionen ausländischen Campingtouristen: Jeder zweite ausländische Gast (54 Prozent) auf deutschen Campingplätzen kam aus den Niederlanden. Von den 3,3 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste entfielen sogar 64 Prozent auf die Niederländer. Mit deutlichem Abstand lagen die Dänen an der zweiten Stelle (7 Prozent der Übernachtungen ausländischer Gäste), gefolgt von den Campern aus dem Vereinigten Königreich und Belgien (je 4 Prozent).

Campingausrüstung

Üblicherweise werden beim Zelten und Trekking verwendet:
- Zelt (inklusive Hering)
- Schlafsack
- Isomatte bzw. Luftmatratze
- Kocher

Weblinks

Messen und Ausstellungen


- [http://www.messe-stuttgart.de/cmt/ Internationale Ausstellung für Caravan, Motor, Touristik (CMT) in Stuttgart]
- [http://www.caravan-salon.de Internationaler Caravan-Salon in Düsseldorf], jährlich im September
- [http://www.reise-camping.de Internationale Messe Reise & Touristik, Camping & Caravaning], Frühjahr
- [http://www.tulln.at/messe/campa/ Campa + Pool Tulln an der Donau] jährlich im Frühjahr
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Freizeit/Outdoor/Camping/ dmoz.org-Verzeichnis rund um Camping]